Stockfotografie

Die Stockfotografie ist seit längerem ein Thema, das heiß diskutiert wird. Für manche ist sie ein Bereich, der von Amateurfotografen oder Semiprofis dominiert wird, die den Berufsfotografen mit ihrer Bilderflut das Leben schwer machen. Andere sind der Meinung, dass man gerade wegen der Fülle an Bildern, die auf den Stockplattformen zur Verfügung stehen, kaum eine Chance mehr hat, einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Ich denke, beide Ansichten haben ihre Berechtigung. Dennoch: Egal, ob Berufsfotograf oder ambitionierter Amateur – man muss mit der Zeit gehen. Erlaubt ist, was gefällt. Was spricht beispielsweise dagegen, dass jemand, der sein Handwerk gelernt hat, sich auch auf dem Stockmarkt etabliert? Wieso soll jemand, der sein Hobby mit großer Leidenschaft betreibt, seine Bilder nicht auf dem denkbar einfachsten Weg möglichen Kunden über eine Agentur offerieren?

Ja, es ist so, dass man mit Bildverkäufen über diverse Agenturen nicht sofort das große Geld macht. Es gehört viel Arbeit dazu, auf Masse zu produzieren, damit man überhaupt Verkäufe erzielt und in der Stockwelt wahrgenommen wird. Wenn man es professionell betreibt, ist es ein Fulltimejob. Aber genau das ist es, was viele Kritiker hin und wieder vergessen. Es ist Masse mit Qualität, die sich der Zeit und der Schnelllebigkeit der Medien anpasst. Und dahinter steht ein enormer Zeitaufwand.

Von zahlreichen Bildverkäufen sind die meisten noch weit entfernt. Das Verkaufen von Fotolizenzen kann ein Zubrot für das Hobby sein, mit dem man hin und wieder den einen oder anderen Euro hinzuverdienen kann. Vielleicht bleibt das so oder auch nicht. Neue, frische Bilder werden immer gefragt sein. Daher kann ich den Pessimismus vieler Meinungsträger nicht teilen, die behaupten, der Markt sei überfrachtet und tot. Ganz im Gegenteil.

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