Vergissmeinnicht, du „Mäuseohr“

Vergissmeinnicht im Frühling
Vergissmeinnicht im Frühling; Foto: BGphotoaesthetics; ILCE-6000, F/3.2, 1/500 Sek., ISO 100, 60 mm

Babyblau, zart und unschuldig – so mutet die Pflanze Vergissmeinnicht mit ihren zarten, kleinen Blüten an. Ihr botanischer Name Myosotis kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Mäuseohr“.

Laut „Volksglauben“ sollen die Blüten auch an die Augen von frisch verliebten Menschen erinnern – quasi als Sinnbild für die blauäugige Verliebtheit. Allein vom Namen her erinnert die Pflanze eher an einen Abschied. Manche interpretieren das Blau der Blütenblätter auch als Farbe der Treue. Diesem Deutungsschnickschnack folgend, ist das Vergissmeinnicht also eher eine Pflanze der verklärten Treue als der ehrlichen Erinnerung. Als Geschenk wäre sie somit eine Drohung. Spaß beiseite.

So viele Bedeutungen die hellblaue Schönheit auch hat, es existieren noch mehr Arten. Rund 50 davon soll es geben. Diese werden 20 bis 40 Zentimeter hoch und bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Fotogen sind ihre Blüten von März bis Mai. Als Zierpflanze ist sie recht pflegeleicht und wird in Parks und Gärten oft als Lückenfüller genutzt. Will man jedoch ihrer Bezeichnung gerecht werden, ist sie dafür eigentlich viel zu schade.