Wildblumentraum

Grüner pestizidgeschönter Rasen, der Schmetterlingen kein Zuhause bietet und auf dem sich allenfalls Gartenzwerge wohlfühlen – ein Bild, das die Vorgartenidylle so mancher Städte und Gemeinden (vielleicht nicht nur in Deutschland) auszeichnet. Wie langweilig und naturfeindlich. Doch auch in größeren Städten, wie beispielsweise Augsburg, kann man noch „Natur pur“ erleben – ein Wildblumentraum.

Auf manchen Grünflächen rund um dem Siebentischwald gibt es tatsächlich noch naturbelassene Wiesen, die ich vor kurzem mit dem Makroobjektiv erkundet habe. Dort tummeln sich die verschiedensten Insekten, die einem auf den ersten Blick gar nicht auffallen würden. Sogar wilde Kamillen und Witwenblumen findet man dort in Hülle und Fülle. Idyllisch, kitschig – aber schön. Mit etwas ruhiger Hand und Geduld habe ich es sogar geschafft, einige Bienen und andere Insekten mit dem Makroobjektiv unverwackelt „aus der Hand“ zu fotografieren. Zugegebenermaßen war das Licht auch gleißend hell 😉

Es ist schade, dass man solche Wildblumenwiesen heutzutage viel zu selten sieht. Und es ist auch ein großes Problem für die Bauern, die einerseits durch Monokulturen die Artenvielfalt reduzieren, anderseits aber dennoch auf die nützlichen Tiere angewiesen sind. Wenn man beispielsweise auf der schwäbischen Alb unterwegs ist, sieht man am Rande der Rapsfelder Bienenkästen. Man braucht sie also doch, die kleinen Biene Majas.

Lasst doch euren Garten in Zukunft einfach einmal etwas wuchern. Die Tiere freut´s, ihr seid entspannter und einen Familie-Mustermann-Garten kriegt doch jeder hin. An die Fotografen unter euch: Viel Spaß beim Entdecken des Mikrokosmos im Naturgarten und gutes Licht!

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  1. Pingback: Nicht gesucht und trotzdem gefunden - einfache Fotomotive - BGphotoaesthetics

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