Wolken fotografieren

Wolken fotografieren
Ein Stückchen Himmel, Foto: BGphotoaesthetics

Am liebsten fotografiere ich Blumen in allen Variationen. Diese schönen Formen und Farben, welche die Natur hervorbringt, sind einfach faszinierend und nie zu hundert Prozent gleich. Nachdem im Herbst ihre Schönheit langsam vergeht, ist im Winter nichts mehr davon übrig. Oder es ist so windig das der sorgfältigste Stack nicht mehr helfen kann.

Darum bin ich immer auf der Suche nach Motiven, die man immer fotografieren kann. Dazu zählen beispielsweise auch Wolken. Und wenn die nicht da sind, dann geht auch blauer Himmel zu verschiedenen Tageszeiten. Warum? Weil man diese Bilder in der Bildbearbeitung in andere Fotos hineinbasteln kann.

Wer kennt es nicht: Man geht raus, fotografiert die schönsten Landschaften oder Architektur und der Himmel ist milchig weiß. Quasi nicht vorhanden. Schade eigentlich, wenn die Fotos dann etwas an Reiz verlieren, wenn man nicht gerade ein minimalistisches Foto angestrebt hat, in dem der Himmel gänzlich unwichtig ist.

Also fotografiere ich, wenn ich auf Fototour bin, gerne mal den Himmel pur. Dafür eignet sich jedes Objektiv, sogar ein Smartphone. Dabei achte ich auf einen niedrigen ISO-Wert, also ISO 100 und belichte so, dass die Wolken nicht ausgebrannt sind. Bei hellen Lichtverhältnissen nutze ich Blende 8, ist es düsterer kannst du natürlich dementsprechend die Blende öffnen. Ist es gleißend hell, kann auch ein Polfilter verwendet werden. Dieser verstärkt auch das schöne Blau des Himmels.

Gerade bei gewittrigen Wetterverhältnissen macht das Fotografieren von Wolken richtig Spaß. Wenn es gerade aufgehört hat zu regnen und die Sonne wieder durch die Wolken hervorlugt oder kurz vor einem bevorstehenden Gewitter sieht man die spannendsten Wolkenformationen. Oder man macht eine Langzeitbelichtung und zaubert dynamische, vorbeiziehende Wolken.

Diese abwechslungsreichen Formen machen dann auch später in der Bildbearbeitung Spaß. Dann kannst du durch die Verstärkung der Tiefen noch ein bisschen mehr Dramatik in die Wolkenszenerie bringen oder die Kontraste zurücknehmen, um sie ganz flauschig und soft zu gestalten. Wichtig ist auch, den richtigen Schwarz- und Weißpunkt zu wählen, wenn du nicht willst, dass dein Wolkenhimmel nur matschig grau aussieht.

Und wer weiß zu welchem Foto mit Nichthimmel die Wolkenlandschaft am besten passt? Je nach vorgefundener Situation harmonieren manchmal bauschige Cumulus-Wolken oder Cirrus-Wolken besser. Hier erleichtere ich mir die Sucherei nach dem verträglichen Hintergrund, indem ich die Wolkenfotos entsprechend verschlagworte.

Es gibt zehn Wolken-Hauptgruppen. Sie geben an, in welcher Höhe sich die Wolken befinden, und ob sie labil oder stabil geschichtet sind. Eine gute Übersicht der verschiedenen Klassifikationen gibt es auch auf Wikipedia.

Viel Spaß bei der Wolkenfotografie!

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